Iridium ist eines der seltensten Edelmetalle. Man findet es unter anderem als Katalysator in der Raumfahrtindustrie oder in Form von Mittelelektroden in Zündkerzen.
Eine Entwicklerin der Engineered Materials Division bei Heraeus, die sich hauptsächlich mit Iridium beschäftigt, ist Verena Wald. „Iridium hat einfach hervorragende Eigenschaften“, sagt die Entwicklerin, „vor allem die hohe Korrosionsbeständigkeit und der hohe Schmelzpunkt von über 2400 °C machen das Edelmetall so interessant für die Industrie. Auch die hohe Festigkeit von Iridium ist eine wichtige Eigenschaft, welche die Verformung des Metalls allerdings erschwert.“
Das Optimieren des Schmelzprozesses bezüglich der Verarbeitbarkeit und der Festigkeit der Iridiumwerkstoffe ist deshalb eines der Hauptforschungsfelder der 27-jährigen. Ein spezielles Projekt ist außerdem die Verbesserung der Drahtherstellung von Iridiumwerkstoffen für Zündkerzen.
Das Heraeus Start-up Programm
Als Hochschulabsolventin und neue Mitarbeiterin nahm sie auch an dem Heraeus Start-up Programm teil. „Mir persönlich hat das Start-up Programm sehr geholfen. Für jeden neuen Mitarbeiter ist es wichtig, ein Netzwerk innerhalb der Firma aufzubauen und seine Kompetenzen in bestimmten Bereichen zu fördern.“
Das Start-up Programm versucht alle Hochschulabsolventen auf ein gemeinsames Level zu heben und die Basis für eine Karriere bei Heraeus zu schaffen. Der erste Teil des Programms besteht aus festgeschriebenen Veranstaltungen wie Seminare zu interkultureller Kompetenz, Unternehmenssimulation oder zu Kommunikation. Im zweiten Teil des Start-up Programms kann der Mitarbeiter aus verschiedenen optionalen Bausteinen, wie Projektmanagement, Moderation oder Präsentation, wählen.
Obwohl das Start-up Programm ein wichtiger Teil der Weiterbildung bei Heraeus ist, lernen junge Entwickler wie Verena Wald natürlich auch viel von ihren erfahreneren Kollegen. „Meine Kollegen geben ihr Wissen gerne weiter. Wenn ich mit einer Problemstellung zu ihnen komme, unterstützen sie mich immer“, erzählt Verena Wald.
„Kein Tag ist wie der andere“
Der wesentliche Unterschied von der praktischen Arbeit in einem Unternehmen zur Universität bestehe darin, dass man immer auch die wirtschaftliche Seite bei der Entwicklung der Produkte betrachten müsse. Studenten rät sie deshalb, sich mit Hilfe von Praktika möglichst früh mit der Arbeit in der Industrie vertraut zu machen. „Für Studenten in naturwissenschaftlichen Studiengängen, die später in der Industrie arbeiten wollen, sind solche Industriepraktika enorm wichtig. Man muss einfach ein Gefühl dafür bekommen, wie sich die Arbeit eines Naturwissenschaftlers in der Praxis gestalten kann.“
Der Abwechslungsreichtum erhält ihr die Spannung im beruflichen Alltag. „Es gibt Tage, da stehe ich hauptsächlich im Labor und führe Versuche durch und an anderen Tagen wiederum bin ich in der Produktion unterwegs oder sitze am Schreibtisch und schreibe Berichte“, erzählt die Entwicklerin. Ein großer Teil bestehe außerdem aus der Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Abteilungen innerhalb ihres Bereiches und im Rahmen ihrer Entwicklungsprojekte habe sie auch öfter Kontakt zu externen Partnern. „Kein Tag ist wie der andere, deswegen gehe ich gerne zur Arbeit.“