Wenn eine Goldfeder leicht über ein Blatt Papier gleitet und die Tinte in sauberen Linien Wörter formt, dann liegt dies an der richtigen Wahl der Federspitzen. Die kugelrunden Spitzen müssen sehr hart, abriebfest, zäh, langlebig und tintenbeständig sein. Und sie müssen sich sowohl auf Gold- als auch auf Stahlfedern aufschweißen lassen. Für diese Aufgabe sind nur hochwertige Edelmetalllegierungen geeignet. Die nur 0,6 bis 1,6 mm durchmessenden Edelmetallkügelchen an der Spitze der Tintenfeder bestehen
überwiegend aus Ruthenium-Osmium-Legierungen. Heraeus stellt schon seit den 1920er Jahren die begehrten Legierungen her, damals noch aus Osmium und Iridium. Heute kommen 93 Prozent aller weltweit produzierten Federspitzen aus Hanau.